Implantologie

Wie man sich auf ein Zahnimplantat vorbereitet — 7-Tage-Checkliste

Wie man sich auf ein Zahnimplantat vorbereitet — 7-Tage-Checkliste

Wie man sich auf ein Zahnimplantat vorbereitet — 7-Tage-Checkliste

Kurzer Überblick — die wichtigsten Punkte

  • 7 Tage vor dem Eingriff: Beratung mit dem Implantologen, Röntgen/3D-CT
  • 5–7 Tage vorher: Absetzen bestimmter Medikamente (nach Rücksprache mit Zahnarzt und Hausarzt)
  • 2–3 Tage vorher: kein Alkohol, weiche Kost
  • 24 Stunden vorher: leichte Mahlzeit, gute Schlafhygiene
  • Am Tag des Eingriffs: leichtes Frühstück, kein Koffein, eine Begleitperson mitbringen

7 Tage vor dem Eingriff — Beratung und Unterlagen

Beratung mit dem Implantologen

Falls Sie noch keine Beratung mit 3D-CBCT-Bildgebung hatten, ist jetzt die letzte Gelegenheit. Der Implantologe muss Ihre Kieferknochen-Anatomie genau prüfen, um die Position des Implantats zu planen.

Krankengeschichte

Teilen Sie dem Implantologen mit: alle Medikamente, die Sie einnehmen (auch Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine); Allergien (vor allem auf Antibiotika, Betäubungsmittel); systemische Erkrankungen (Diabetes, Blutungsneigung, Autoimmunerkrankungen); frühere Eingriffe (Operationen, Narkosen); Rauchen (Anzahl der Zigaretten pro Tag).

Antibiotikaprophylaxe

Bei umfangreichen Eingriffen (All-on-4, subperiostal, Sinuslift) verschreibt der Implantologe ein Antibiotikum. Sie beginnen einen Tag vor dem Eingriff mit der Einnahme.

5–7 Tage vorher — Medikamente und Ernährung

Medikamente, die abgesetzt werden müssen

Nach Absprache mit dem Implantologen UND Ihrem Hausarzt (niemals eigenmächtig):

MedikamentWann absetzenGrund
Aspirin5–7 Tage vorherBlutungsneigung
Ibuprofen, Naproxen3–5 Tage vorherBlutungsneigung
Warfarin, MarcumarNach Rücksprache (NIEMALS eigenmächtig)Antikoagulanzien
BisphosphonateNach RückspracheRisiko einer Osteonekrose
Vitamin-E-Präparate, Fischöl, Knoblauchtabletten5–7 Tage vorherBlutungsneigung

Ernährung

5–7 Tage vorher: kein Alkohol (verringert die Blutungsneigung und beschleunigt die Genesung). Normale Getränke, Kaffee und Kräutertees sind möglich.

2–3 Tage vor dem Eingriff

  • Weiche Kost: Suppen, Joghurt, Bananen, weich gekochtes Gemüse
  • Viel Flüssigkeit — Wasser, milder Tee
  • Sorgfältiges Zähneputzen 2× täglich mit einer weichen Bürste
  • Wenn Sie rauchen, ist jetzt die letzte Gelegenheit aufzuhören. Am besten 48 Stunden vor und 7–10 Tage nach dem Eingriff. Raucher haben ein 2–3× höheres Risiko für ein Misslingen.

24 Stunden vor dem Eingriff

  • Schlafen Sie 7–8 Stunden
  • Leichte Mahlzeit bis 20 Uhr (Suppe, Fisch, weiches Gemüse)
  • Erste Dosis des Antibiotikums am Abend vor dem Eingriff (nach Anweisung, falls verschrieben)
  • Bereiten Sie vor: Begleitperson (falls Sedierung), kühlende Auflagen, Schmerzmittel (Paracetamol, Ibuprofen), weiche Kost

Am Tag des Eingriffs — morgens

  • Essen Sie ein leichtes Frühstück 2–3 Stunden vor dem Eingriff. Kommen Sie nicht nüchtern.
  • Trinken Sie nicht: Kaffee, Energydrinks, Alkohol
  • Bequem, locker gekleidet; ohne Make-up und Parfüm
  • Bringen Sie mit: Ausweis, Medikamentenliste, Begleitperson (falls Sedierung)

Nach dem Eingriff — die ersten 24 Stunden

  • Beißen Sie 30–60 Minuten auf die Mullkompresse (Blutung)
  • Kühlende Auflagen auf das Gesicht — 20 Min. an, 20 Min. aus
  • Schlafen Sie mit erhöhtem Kopf
  • Nehmen Sie das Schmerzmittel, bevor die Betäubung nachlässt
  • Weiche Kost — Suppen, Joghurt, Eier, weicher Fisch
  • NICHT: heiße Speisen, Alkohol, Rauchen, Strohhalme

Häufige Fragen

Darf ich vor dem Eingriff Wasser trinken? Ja, Wasser ist bis 1 Stunde vor dem Eingriff in Ordnung.

Darf ich am Tag des Eingriffs arbeiten? Am nächsten Tag ja, am selben Tag nicht (ruhen Sie sich nach dem Eingriff aus).

Was, wenn ich vergesse, ein Medikament vor dem Eingriff einzunehmen? Rufen Sie die Praxis an — wir entscheiden, ob wir den Eingriff verschieben oder fortsetzen.

Darf ich am Tag des Eingriffs Kontaktlinsen tragen? Ja, aber bei einer Sedierung ist es besser ohne Linsen.

Wie bereite ich mich emotional vor? Angst ist natürlich. Es hilft: ein Gespräch mit dem Implantologen über alle Schritte, Musik während des Eingriffs, bei starker Angst eine Sedierung.

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